Sonntag, 9. Juli 2006

Endlich Mag. (FH)... eine Tortur...

Vier Jahre hat es nun gedauert, ein Trip in die USA, ein Praktikum bei ORF.at und bitterböses Lernen. Nun ist es endlich soweit und ich darf mich über die paar Buchstaben mehr vor meinem Namen freuen.

Die Diplomprüfung selbst ist eine Prozedur des langen Wartens (Zeit davor), nervösem Lernens und des sich täglichen Verrücktmachen. Und wozu das alles? Für ein paar Buchstaben, die einem bestätigen, dass man/frau gscheit ist.

So war es auch am vergangenen Freitag, dem 7. Juli. Ein sonniger Tag, der letzte Prüfungstag der Woche und ich konnte meine verlorenen Nerven nicht mehr zählen. Die Nacht verbrachte ich ruhig, aufgewacht um punkt sieben schlich ich mich als Nicht-Akademiker in mein Badezimmer.

Das letzte Frühstück genossen (Erdbeeren, Pfirsich, Banane, Joghurt, Milch und ein Schuss Honig gemixt) und ab ins Auto. Vor Ort einer Kollegin zum Abschluss gratuliert, noch eine Stunde gewartet und dann war es soweit.

Bereits als ich die Fragen zu Vorbereitung kam, wurde ich um einige Kilo leichter. Ich kannte den Stoff, nutzte die 20 Minuten nicht voll auf und dachte was soll schon schief gehen.

Und dann stand ich auch schon vor der Kommission und präsentierte meine Diplomarbeit auf Spanisch. Bueno...

Dann noch eine Wirtschaftsfrage und ne Medienfrage (Englisch) beantwortet, die Arbeit auf Deutsch verteidigt und aus dem Raum geschickt. Nach ein paar Minuten Wartezeit, Gratulation zum guten Erfolg... hui...... 50 Minuten Tortur (naja irgendwie war es ja schon lustig), die vier Jahre bestätigen und mich als Akademiker in die Welt setzen.

Nun gut, ich fühl mich nicht anders, bin nicht größer (schade eigentlich) und leide noch immer unter der Hitze. Aber das flaue Gefühl in der Magengegend hat sich ins Niemandsland verabschiedet. So nun geht also das wahre Leben los...

Montag, 20. März 2006

Das Schweigen des Autors...

Lange wurde hier nichts mehr gepostet, ich denke die Zeit ist nun reif genug dafür. Die Wohnung in Tampa konnte ich nach zweimonatiger Nachmieter-Suche endlich loswerden, tja der finanzielle Verlust ist aber trotzdem immens. Aber naja nun ist auch dieses Kapitel beendet und mein Leben in Österreich nimmt wieder seinen Lauf.

Die Diplomarbeit umfasst mittlerweile rund 45 Seiten und wird sich hoffentlich in den nächsten zwei Wochen ihrem Ende nähern. Musste das Thema aber ein wenig abändern, da nun auch europäische Vergleichsmodelle mehr in den Mittelpunkt rücken. Dazu war ich auch bereits der österreichischen Nachrichtenagentur APA und durfte mit dem Chefreddi ein sehr interessantes Interview führen. Auszüge aus der DA folgen im Blog auch wieder, bei Gelegenheit ;)

Arbeitstechnisch bin ich wieder voll bei meiner alten New Media Agentur eingespannt, in den nächsten Wochen steht aber Planen für die Zeit nach der Diplomprüfung an. Das wird sicherlich noch ein sehr amüsantes Kapitel. So nun seid ihr wieder halbwegs auf dem neuesten Stand, ich hoffe nun wieder halbwegs regelmäßig Ergüsse von mir zu geben. Danke für Ihre Aufmerksamkeit (ok ich weiß der Satz ist gestohlen... wer den wahren Urheber kennt, schreibt den Namen in den Commentsbereich und erfreut sich einem virtuellen Händedruck von mir)

Montag, 9. Januar 2006

Back again in good (c)old europe

Seit mehr als einer Woche bin ich nun wieder im kalten und verschneiten Österreich. Es war schön wieder Freunde und Familie zu treffen, trotzdem vermisse ich noch immer mein Leben in Florida. Auch wenn es sich nicht über einen längeren Zeitraum erstreckte, es hat einfach verdammt viel Spaß gemacht.

Meine Diplomarbeit macht auch weiterhin Fortschritte, habe ich mich endlich durch zwei Basisliteraturwerke gekämpft und weiter geschrieben. Knappe 30 Seiten sind es bereits, aber da wartet noch ein Berg an Notizen aus den USA. Nächsten Montag bin ich dann im Newscenter der APA, wo ich mit Chefredakteuer Michael Lang ne kleine Führung+Interview plane.

Meine USA Reise hat leider auch einen gröberen Nachteil mit sich gezogen: Die Wohnung (für die ich ansich ja eine Nachmiete gefunden habe) steht weiterhin leer. Der Typ hat sich anscheinend in letzter Minute dagegen entschieden. Mal sehen wie das ausgeht... zur Not muss ich im Februar genug Geld schäffeln um wieder zurück zu fliegen...

Donnerstag, 29. Dezember 2005

Alles hat ein Ende...

... auch mein Trip nach Tampa/Florida. Es war eine großartige Zeit, mit einer Menge an Spaß, ein wenig Arbeit ;) und noch mehr Spaß. Ich habe dieses Land kennen und lieben gelernt und werde mit Sicherheit so rasch als möglich wieder ein Ticket buchen. Morgen um 13:30 verlässt mein Flieger Tampa in Richtung Washington, frühabends geht es dann nach Wien.



Den Blog werde ich weiterhin für Infos rund um meine Diplomarbeit nutzen und immer wieder hilfreiche Infos rund um die USA posten. Also stay tuned und vielen Dank für die ganzen Comments und das fleißige Lesen. In diesem Sinne, mit einem weinenden und lachenden Augen geht es back ins snow weiße Österreich...

Mittwoch, 28. Dezember 2005

SpeedSeeing in New York City

Donnerstag frühmorgens ging es los und ich war natürlich nervös und gespannt zugleich, was mich im Big Apple erwartet. Der Flug selbst war wunderbar; das Besondere an JetBlue ist der integrierte TV-Bildschirm in jedem Sitz mit 36 Live-TV Kanälen. Da es aber technische Probleme gab, wurde der ansich kostenpflichtige Film (The Transporter 2) freigeschalten und ehe sich der Film der Endsequenz näherte, war ich auch schon am John F. Kennedy Airport.

Mein Großonkel holte mich in einem schönen Lexus Jeep ab und fuhr mich nach Brooklyn zu seiner Familie. Zwecks des Streiks der öffentlichen Verkehrsmittel stand Donnerstag Nachmittag und Freitag ganztags so gut wie nichts am Programm.

Ich lernte erstmals meine Großtante und meine beiden Großcousinen (11 & 14 Jahre) kennen und die unzähligen Tiere im Apartment. Drei kleine Hunde und ca. 15 Ziervögel erwecken den Eindruck als ob man im Vorgarten eines Zoos lebt. Samstag war es dann soweit und die Öffis funktionierten wieder und ich stürzte mich alleine in Richtung Manhattan.

Mein Großonkel hat erst gerade einen neuen Job angefangen und das heißt: Arbeiten von frühmorgens bis spätnachts und in 4 Wochen zwei (!!!!) freie Tage. So setzte ich mich in die U-Bahn, fuhr Richtung Midtown und schlenderte von 13:00 bis 17:00 durch die 2nd Avenue bis hin zur 8th Avenue. Abends wollte ich dann schon nach Hause, doch ich fand keine U-Bahn Station. Und plötzlich waren da überall Lichter und ich stand inmitten vom Times Square. Tausende Menschen und ein Lichtermeer gepaart mit dem strahlenden Broadway ging so ein wunderschöner Tag zu Ende.

Wettertechnisch war es ned zu kalt, trotzdem hätte ich gerne Schnee gesehen. Weihnachten in New York hat etwas Eigenes: Anstatt nur Weihnachtsbäume und Krippen, findet man überall jüdische Hanukkah-Symbole. In den USA ist es auch ratsam Happy Holiday anstatt Merry Christmas zu sagen, da es sonst für Unternehmen zu rechtlichen Konsequenzen kommen kann.

Sonntag war ein verregnete Christmas Day mit wenigen Menschen auf den Straßen und auch ich brach meinen Spaziergang nach knapp zwei Stunden ab. Abends sah ich mir dann mit meiner Familie King Kong im Kino an. Absoluter Höhepunkt: Das Klatschen des Publikums, als ob die Schauspieler oder Produzenten vor Ort wären. Montag schlenderte ich dann erneut durch Manhattan und versuchte die letzten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. In dieser kurzen Zeit an Speed Sightseeing sah ich in den vergangenen Tagen folgendes:
  • Grand Central (Bahnhof)
  • Ground Zero (hier standen einst die Türme)
  • Rockefeller Center mit dem berühmtesten Weihnachtsbaum der Welt
  • St. Patrick´s Cathedral (einer der wundeschönsten Kirchen, die ich je sah)
  • Times Square
  • Statue of Liberty
  • 2nd – 8th Avenue
  • Brooklyn & Manhatten Bridge
  • Chinatown
  • Broadway
Central Park hebe ich mir für nen Trip im Frühling oder Sommer auf, da soll es viel schöner sein. Und Wall Street ist nur ein bunch of buildings, die gibt es eh überall in NYC. Die Stadt ist wirklich aufregend und bietet Unmengen an Aktivitäten. Trotzdem muss ich sagen, dass mir die „southern hospitality“ hier in Florida besser gefallen. In einem Restaurant verstand die Kassiererin so gut wie kein Wort Englisch und musste den Manager herbeirufen. Auch sonst findet man hier nur selten die Freundlichkeit, die in Florida herrscht.

Ansonsten ist es überall crowded und die Touristen gehen einem auf den Senkel. Trotzdem bin ich sehr froh, endlich einen weiteren Teil meiner großen Familie kennen gelernt zu haben und ich gerne wiederkomme.

Einige Impressionen vom Times Square:









Der berühmte Weihnachtsbaum vorm Rockafeller Center:



Grand Central:

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