Donnerstag, 8. Dezember 2005

Zeit für ein erstes Resümee...

Am Sonntag sind es ganze drei Wochen, die ich hier bislang in den USA verbringen durfte. Zeit für ein kleines persönliches Resümee:

Dinge, die ich toll finde:

- Auswahl: Generell gilt; egal was und wo man/frau einkauft, die Sortimentgestaltung ist einfach unglaublich.

- 24/7: Wenn einem der Heißhunger packt, ob Tag, ob Nacht: ein Supermarkt hat in der Gegend immer offen....

- Lifestyle: Die Amerikaner haben einen sehr interessanten Lebensstil. Stets freundlich und zuvorkommend (Ausnahmen gibt es immer), hilfsbereit und easy going. Natürlich weiß nicht jeder Ami wo Österreich ist, aber die typischen Klischees kann ich nicht bestätigen. Vor allem in puncto Islam, sind die Amerikaner zehnmal toleranter als Europäer. In diesem Land kann jeder so leben wie er/sie es sich vorstellt (solange man sich an die Gesetze hält, ist ja logisch).

Dinge, die ich nicht toll finde:

- Public Trans: Öffentliche Verkehrsmittel sind außer in den Großstädten eine Rarität. Das ist traurig, aber bei den Benzinpreisen auch verständlich ;)

- mehr fällt mir derweil ned ein....

Dinge, die ich versprach zu tun:

- Donut: Mittlerweile die unterschiedlichsten Sorten probiert... hmmm lecker....

- Das Gefühl zu genießen, wenn ich den Airport verlasse: War umso stärker da die Einreise absolut problemlos war. Nur die unangenehme Abendhitze in Tampa war ein wenig deprimierend.

- Warmen Novembertag genießen: Steht täglich auf dem Programm.

- Land, Leute und Leben kennen lernen: Zu diesem Thema gibt es ja bislang genug Statements. Wie gesagt ich bin begeistert...

Freitag, 2. Dezember 2005

Noch ein paar Car-Fotos...





Mein erster Mietwagen & Foto Session Part II

Da steht er nun. Wenige Meter vor der Eingangstür. Ein goldener Pontiac Grand AM mit Tempomat, Klima, CD und dem üblichen elektronischen Schnick-Schnack. Kostenpunkt für 3 Wochen: knapp 600.- EUR. Aber wie gesagt, ohne Auto ist man hier in Tampa auf verlorenem Fuß.

Was mich aber doch ein wenig verärgert, ist der Umstand wie ich an das Auto kam. Eigentlich habe ich über die Firma Holiday Auto einen Economy 2-türig mit jeglichen Versicherungen für 437.-EUR gebucht. Dann bei der Mietstation (Partnerfirma war Alamo) sagte man mir ich müsse - wenn ich Vollkasko haben möchte - um 200.- EUR upgraden. Dafür würde sie mir dann auch den Pontiac als höhere Wagenklasse anbieten.

Vollkasko war mir wichtig (natürlich auch das Wagenupgrade) und daher stimmte ich ein. Habe vorgestern glücklicherweise eine schöne Summe Geld vom Land NÖ (Stipendium) bekommen, daher drückte ich ein Auge zu.

Nun gut (Führerschein gilt der übliche rose Schein aus Österreich; bis zu einer Aufenthaltsdauer von einem Jahr) machte ich mich also auf den Rückweg in Richtung East Fletcher Avenue. Ich fuhr und fuhr und fuhr.... aber ich kam nicht an ;) naja so war es hald, dass ich dutzende neue Gegenden erforschte, wunderschöne Villen sah und vieles mehr. Verkehrstechnisch ist es hier sehr angenehm zu fahren, die Speeding-Limits (30-45 Milen im Ort, 60 außerhalb) sorgen für stressfreies Fahren.

Irgendwann kam ich dann doch zu Hause an, nachdem ich zumindest den Norden von Tampa komplett durchfuhr :D

So hier nun die versprochene weitere Foto-Session, mehr folgen natürlich....

Mein Grand AM:


Playing & Watching Area (derzeit Halo 2 auf XBox):


Kochen ist hier angesagt:

Dienstag, 29. November 2005

Video-Session Part 1

Und damit das Ganze plastischer wirkt, ein kleines Video zum Ausklang:

Zwecks Traffic nur noch als LINK

Foto-Session Part 1

So nun gibt es endlich mal ein paar Fotos. Sind zwar keine Highlights, aber für den Anfang sollte es reichen. Am Donnerstag bekomme ich endlich meinen Mietwagen, dann komm ich auch endlich mal ein bisschen mehr herum.

Das war der Eingangsbereich meines Zimmers im Motel 6, man beachte das wunderschöne Schloss:
Motel 6

Der einzig schöne Part am Motel 6, der Parkplatz:
Motel 6 Parkplatz

Mein Arbeitsplatz in der WG:
Table

Das Badezimmer mit meinem Duschvorhang:
Badezimmer

Full-Size Bed mit Doppel-Matratze:
Bett

Montag, 28. November 2005

Happy Thanksgiving

Endlich habe ich nun dauerhaften Internetanschluss. Zuerst hatte ich kein passendes Kabel und dann war das World Wide Web auch noch die letzten Tage down. Nun gut lasst uns positiv denken.

Am Donnerstag war mein erstes Thanksgiving-Essen bei der Familie von Joe. Es war traumhaft. Tolles Essen, liebenswürdige Menschen und ein großartiger Abend umschreiben diesen besonderen Tag. Ich muss wirklich zugeben, dass ich die USA von Tag zu Tag mehr liebe.

Die letzten Tage verbrachte ich mit den ersten Seiten meiner Diplomarbeit, immerhin habe ich bereits 16 Seiten ohne bei Tribune im Office gewesen zu sein. In der kommenden Woche treffe ich mich erstmals mit einem Prof von der hiesigen Uni, um über die weitere Vorgehensweise zu quatschen. Danach stehen die ersten Interviews bei der Tribune an und so langsam sollte das Ding gedeihen.

Ich verspreche auch, mehr Fotos hier rein zu stellen, aber momentan bin ich zu faul. Genieße derzeit einfach Land und Leute ohne jegliche Verpflichtungen.

Donnerstag, 24. November 2005

Beer X-Mas Tree

Und das ist unser WG-Weihnachtsbaum aus Bierdosen, American-Style ;=)

It´s time to talk.....

Endlich es ist vollbracht: Internet und Strom sind am Laufen, die ersten Tage in den USA passé. Nun gut hier ein kleiner Abriss von dem, was bislang geschah. Die Einreise in die USA war entgegen allen Schauermärchen (mit deinem arabischen Namen wirst sicher Probleme kriegen, etc.) problemloser und rascher als bei innereuropäischen Reisen. Es hat alles wunderbar geklappt, niemand hat blöde Fragen gestellt und ich durfte sogar für eine Mexikanerin übersetzen, weil kein Officer Spanisch sprechen konnte.

Die erste Nacht im Motel 6 war dann wieder ein eigenes Kapitel: Kam mir vor wie in einem Horror-Film, die Leute dort sahen mehr als merkwürdig aus und da die Wände meines Zimmers sehr dünn waren, hatte ich eine feine Geräuschkulisse ;)

Nun gut am nächsten Tag endlich in meiner WG angelangt, ergaben sich die nächsten Probleme. Adapter und Converter gibt es wie Sand am Meer aber nur selten, genau die, die man benötigt. Ist aber nun auch passé und ich sitze in meinem Zimmer mit Laptop, Internet und schreibe diese Zeilen.

Meine Roommates sind kongenial: Ryan, Joe und seine Schwester Lou-Anne (wobei sie nur sehr selten in der WG ist). Die beiden fuhren mich gleich mal herum, darunter einer Fahrt in einem Escalade (kein Scherz) und einem Navigator. Das sind einfach ganz andere Dimensionen, da darf sich Europa ruhig verstecken.

Moren ist Thanks-Giving und ich bin bei Joe´s Familie eingeladen, die ich heute zum ersten Mal kennen lernen durfte. Ich wurde derart gastfreundlich empfangen, als ob ich ein verschollenes Familienmitglied wäre. Das Haus ist einfach awesome: Pool in einem Wintergarten umgeben von grünen Wälder.

Mein erster Eindruck vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Freundliche Menschen, alles ist bigger, serviceorientierter und bislang hat sich keines der in Europa so gern erzählten Klischees und Vorurteile bewahrheitet. Ich fange an Land & Leute zu lieben.....

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