Und das ist unser WG-Weihnachtsbaum aus Bierdosen, American-Style ;=)

Endlich es ist vollbracht: Internet und Strom sind am Laufen, die ersten Tage in den USA passé. Nun gut hier ein kleiner Abriss von dem, was bislang geschah. Die Einreise in die USA war entgegen allen Schauermärchen (mit deinem arabischen Namen wirst sicher Probleme kriegen, etc.) problemloser und rascher als bei innereuropäischen Reisen. Es hat alles wunderbar geklappt, niemand hat blöde Fragen gestellt und ich durfte sogar für eine Mexikanerin übersetzen, weil kein Officer Spanisch sprechen konnte.
Die erste Nacht im Motel 6 war dann wieder ein eigenes Kapitel: Kam mir vor wie in einem Horror-Film, die Leute dort sahen mehr als merkwürdig aus und da die Wände meines Zimmers sehr dünn waren, hatte ich eine feine Geräuschkulisse ;)
Nun gut am nächsten Tag endlich in meiner WG angelangt, ergaben sich die nächsten Probleme. Adapter und Converter gibt es wie Sand am Meer aber nur selten, genau die, die man benötigt. Ist aber nun auch passé und ich sitze in meinem Zimmer mit Laptop, Internet und schreibe diese Zeilen.
Meine Roommates sind kongenial: Ryan, Joe und seine Schwester Lou-Anne (wobei sie nur sehr selten in der WG ist). Die beiden fuhren mich gleich mal herum, darunter einer Fahrt in einem Escalade (kein Scherz) und einem Navigator. Das sind einfach ganz andere Dimensionen, da darf sich Europa ruhig verstecken.
Moren ist Thanks-Giving und ich bin bei Joe´s Familie eingeladen, die ich heute zum ersten Mal kennen lernen durfte. Ich wurde derart gastfreundlich empfangen, als ob ich ein verschollenes Familienmitglied wäre. Das Haus ist einfach awesome: Pool in einem Wintergarten umgeben von grünen Wälder.
Mein erster Eindruck vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Freundliche Menschen, alles ist bigger, serviceorientierter und bislang hat sich keines der in Europa so gern erzählten Klischees und Vorurteile bewahrheitet. Ich fange an Land & Leute zu lieben.....